Brutale Tötung von StraßenhundenTausende Hunde müssen für die Fussball-Weltmeisterschaft auf grausame Weise sterben

23.01.2018 | 04:11

Straßenhunde, Fußball-Weltmeisterschaft, Russland, Tierschutz

dpa / ETNStraßenhunde werden in Russland grausam getötet (Symbolbild)

Am 14.01. ist der Anpfiff der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland. Die Vorbereitungen laufen im Gastgeberland auf Hochtouren. Das Problem der Streunertiere wird dabei mit grausamen Methoden bekämpft. Tierschützer haben darauf reagiert und fordern, das Töten der Tiere zu beenden.

Schon bei der Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen waren die Reaktionen auf die radikale Bekämpfung der Staßenhunde ähnlich. Doch auch in Russland zieht man eine qualvolle Tötung der heimatlosen Tiere vor.

Laut dem britischen Onlineportal „Mirror“ werden Todesschwadronen eingesetzt, um die streunenden Tiere, meist Hunde, regelrecht „abzuschlachten“. Die Tiere werden dabei eingeschläfert, vergiftet oder erschossen.

Zwei Millionen streunende Tiere

Der Anteil der Streunertiere in den WM-Austragungsorten wird auf circa zwei Millionen geschätzt.

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder hat den russischen Landwirtschaftsminister Alexander Tkachevsowie und die Verantwortlichen des Weltfußballverbandes (FIFA) kontaktiert und aufgefordert, im Sinne des Tierschutzes zu handeln. Der deutsche Tierschutzbund empfiehlt als nachhaltige Maßnahme: „Einfangen, kastrieren und freilassen“ der Tiere.

Auch die deutsche Botschaft will das Vorgehen unterstützen und die entsprechenden Stellen in Russland auf das Problem aufmerksam machen.

«Massenvernichtung der Tiere soll gestoppt werden»

Der Vorsitzende des russischen Umweltschutzkomitees Vladimir Burmatov, hat laut der britischen Tageszeitung „Telegraph“ auf die Aufforderung der Tierschützer reagiert und den Sportminister Pavel Kolobkov gebeten, die „Massenvernichtugn von unbeaufsichtigen Tieren zu stoppen und eine humane Lösung zu finden.»

Ob und wann die Tötung der Tiere wirklich gestoppt wird, ist noch unklar.

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